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Gérard Buquet

Gérard Buquet (*1954):

Tubist, Komponist, geboren 1954 in Frankreich.

Musikalische Ausbildung am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und an der Université de Musicologie de Strasbourg.

Studium der Komposition bei Claude Ballif und Franco Donatoni.

 

Als Tubist :

Teilnahme an zahlreichen Uraufführungen; als Solist Auftritte bei den bedeutendsten Festivals für Neue Musik; regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Orchestre de Paris, dem Orchestre National de France und dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie mit unterschiedlichen Jazzformationen.

Von 1976 bis 2001 Tubist des Ensemble Intercontemporain und Leitung verschiedener Forschungsarbeiten am Pariser IRCAM, insbesondere zum Thema ‚neue Instrumentaltechniken und ihre Klangerweiterungen durch elektroakustische Verfahren’.

Abhandlung über die zeitgenössische Tuba (Forschungsstipendium des französischen Kultusministeriums). 

Kürzlich interpretierte er das Tubakonzert ‚Harmonika», von Helmut Lachenmann mit dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks in Frankfurt.

 

Unterrichtstätigkeit:

Seine pädagogische Arbeit ist von den Koordinations- und Atemtechniken beeinflusst, die er sich bei dem Psychotoniker Jacques Dropsy angeeignet hat.

Im Jahr 2000 wird er als Professor an die Musikhochschule Karlsruhe berufen, um die Leitung des Ensembles für Neue Musik zu übernehmen, die bisher Peter Eötvös innehatte.

 

Produktion:

1988 gründet Gérard Buquet eine Produktionsfirma und einen Noten Verlag, welche er bis 1993 leitet. Diese Struktur sollte ihm ermöglichen, moderne Musik in große öffentliche Musik-Veranstaltungen wie die Open Air Events ‚l’Opera Goude’,1989, (200- Jahr -Feier der Französischen Revolution) und den Besuch von Nelson Mandela  am Trocadero Platz in Paris zu integrieren, aber auch um zahlreiche Konzerte für das Ensemble für Blechbläser und Schlagzeug des Ensemble Intercontemporain, für das er verantwortlich war, zu organisieren.

 

Dirigent :

Aktivitäten als Dirigent hauptsächlich im Rahmen seiner pädagogischen Tätigkeit als Leiter des Ensembles für Neue Musik an der Musikhochschule Karlsruhe :

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des ZKM im Oktober 2007, leitet Gérard Buquet die

Aufführung von „Etudes d'après Séraphin“ von Wolfgang Rihm, mit Professoren und Studierenden der Hochschule für Musik Karlsruhe und dem Ballet des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, und ebenso ein Konzert zum Thema  ‚Die Harfe in der zeitgenössischen Musik’, mit der Solistin Frédérique Cambreling sowie Studenten und Professoren der Musikhochschule Karlsruhe.

Leitung des Konzerts „Messiaen und seine Schüler“ 2008 in Karlsruhe, im Rahmen des dortigen Olivier Messiaen-Festivals zu Ehren des französischen Komponisten. 

Am 16. und 18. März 2012  dirigiert Gérard Buquet in Karlsruhe  ‚Konzertante Plastiken’ - sechs Uraufführungen zum Anlass des  60. Geburtstages von Wolfgang Rihm (Koproduktion HFG und SWR).

 

Als Komponist:

Seit Anfang 2000 widmet Gérard Buquet sich immer mehr der Komposition:

2002  ‚Adverb’   für Violoncello und Elektronik, uraufgeführt beim Radio France, Paris und kürzlich auf der CD ‚Spoken Tones’ der Cellistin Eva Böcker des Ensemble Modern (Koproduktion Ensemble Modern Medien und hr) erschienen.

 2005 ‚ Les danses du temps’   für die Musiker des Ensemble InterContemporain, uraufgeführt im Centre Pompidou, Paris, und seitdem in der Alten Oper in Frankfurt vom Ensemble Modern und im Wiener Konzerthaus und der Kölner Philharmonie vom Klangforum Wien aufgeführt.

2009  ‚L’astre échevelé’   (Kompositionsauftrag des IRCAM) für Sopransaxophon und Elektronik, uraufgeführt von Markus Weiß im IRCAM, Paris.

2010  ‚L’enclume des forces’ für Bläserquintett und Bassklarinette - geschrieben für das Quintett ‚Slowind’ und Dominique Clément des Ensemble Aleph - , und im Rahmen des Projektes ‚Laboratoire instrumental européen’ in Ljubljana (Uraufführung), Paris, Riga und beim Festival in Cluny aufgeführt.

Kürzlich hat er das Werk ‚die Malerin von Bellevue’ für sechs Frauenstimmen und sechs Instrumente fertig gestellt, das in Heidelberg am 25.2.2012  vom Ensemble Aesthesis und der Schola Cantorum Heidelberg unter der Leitung von Walter Nußbaum im Rahmen des Projektes ‚Prinzhorn’ uraufgeführt und anschließend vom WDR aufgenommen wird .

Zur Zeit arbeitet er an einem Konzert für zwei Harfen und Orchester, das am 21. November 2013 vom Radio- Sinfonieorchester Stuttgart mit Frédérique Cambreling und Renie Jamahata an den Harfen in Stuttgart uraufgeführt wird.